Venen

Die Venen transportieren das Blut zum Herzen und wieder zurück. Ventilklappen in den Venen verhindern, dass das Blut wieder zurückfließen kann. Außerdem unterstützt die "Muskelpumpe" den Rücktransport des Blutes; bei jeder Muskelbewegung wird ein Druck auf die Beinvenen ausgeübt und so die Venen zusammengedrückt und geleert.

Bei Belastung der Venen, z.B. bei Ausübung eines stehenden Berufes, sind die Venenwände der Belastung nicht mehr gewachsen und geben nach. Durch die Erweiterung, funktionieren die Venenklappen nicht mehr richtig und nur ein Teil des Blutes wird zurücktransportiert. Ein anderer Teil wird in oberflächliche Venen gedrückt, die sich dadurch ausdehnen. Es kommt zu Krampfadern (Varizen). In den Krampfadern ist der Blutfluss verlangsamt, das Blut staut sich, und es sammelt sich Wasser im umliegenden Gewebe. Besonders abends sind die Beine schwer und geschwollen, schmerzen, kribbeln oder jucken.

Im Laufe der Zeit nehmen auch die Venenwände Schaden und werden anfällig für Entzündungen, bei fortgeschrittenen Krampfadern oder Venenentzündungen kann es zu Beingeschwüren oder zu einer Thrombose kommen. Beginnt ein Blutgerinnsel zu wandern, kann es zum lebensbedrohlichen Gefäßverschluss der Lunge (Lungenembolie) kommen.

Schmerzen oder langanhaltende Venenbeschwerden sind deshalb immer ein Fall für den Arzt.

Die Ursache der Venenschwächen sind oft erblich bedingt. Die Entstehung von Venenleiden werden jedoch zusätzlich von
Risikofaktoren begünstigt. Als da wären:

  • Bewegungsarmut
  • Übergewicht
  • Überwiegend stehende oder überwiegend sitzende Tätigkeit
  • Schwangerschaft
  • Die Einnahme der Antibabypille, besonders bei Raucherinnen und bei Frauen über 30 Jahren
  • Blutstauung durch Operation
  • verstärkte Gerinnungsneigung

Tipps für gesunde Venen

  • Bewegung: Schwimmen, Laufen, Radfahren Skilaufen, Wandern
  • Füße so oft wie möglich hochlagern
  • Übergewicht reduzieren
  • Flache Schuhe tragen
  • Alkohol und Nikotin meiden
  • Wechselbäder oder Wechselduschen der Beine
  • Wärmeeinwirkung und ausgiebiges Sonnenbaden sollte vermieden werden
  • Die Kleidung sollte locker sein und nicht in den Kniekehlen oder den Leisten einschneiden

Hilfe aus der Apotheke

Stützstrümpfe helfen bei schweren Beinen und beugen Schwellungen vor. Kompressionsstrümpfe helfen bei chronischen Venenleiden.
Der Arzt kann Strümpfe verordnen, die individuell angepasst werden.
Ödeme werden durch Rosskastaniensamen- oder Rutosidpräparate, rotem Weinlaub oder Buchweizenkraut verhindert. Sie dichten die
Venenwände ab, erhöhen die Wandspannung und beugen so Ödemen vor.
Durchblutungsfördernde oder blutgerinnungshemmende Salben und Gele, z.B. mit Roßkastaniensamen oder Heparin lindern die
Beschwerden. Eine Salbe ist für die trockene Haut geeignet. Gele wirken angenehm kühlend.