Zeckenbiss

Angst vor Zecken?

Wer ist gefährdet?
Personen, die sich im Wald aufhalten, wie z.B. Spaziergänger, Wanderer, Jäger und Waldarbeiter können von Zecken gestochen werden. Die Zecken sind im gesamten Bundesgebiet anzutreffen, jedoch als Überträger der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) treten sie nur in bestimmten Gebieten Süd- oder Ostdeutschlands auf. Auch in diesen sogenannten Endemiegebieten ist nur jede 20. bis 500. Zecke ein Virusträger. Die FSME ist eine durch Viren verursachte Erkrankung. Bei etwa einem Drittel der über einen Zeckenstich mit dem Virus infizierten Personen können Krankheitserscheinungen auftreten. Es kann zu Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Meist bleibt diese erste Krankheitsphase ohne weitere Folgen. Nur bei etwa jedem fünften Infizierten tritt eine Meningoenzephalitis mit ernsthaften Schäden auf.
Eine weitere Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird, ist die Lyme-Borreliose. Etwa jeder 50. Zeckenstich führt zu einer Infektion. Im Gegensatz zur FSME , die regional auftritt, stellt die Lyme-Borreliose ein flächendeckendes Problem in Deutschland dar. Meist ist die Erkrankung an einer ringförmigen Hautrötung - der sogenannten Wanderröte - um den Stich erkennbar.
Wichtig: bei solchen Erscheinungen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Wie können Sie sich vor Zeckenstichen schützen?
Tragen Sie besonders bei Waldspaziergängen Kleidung, die Arme und Beine bedeckt und untersuchen Sie sich zu Hause auf Zecken. Tragen Sie zusätzlich zeckenabweisende Mittel auf. Bei wiederkehrendem Aufenthalt in Endemiegebieten empfiehlt sich eine FSME- Schutzimpfung. Die Impfung besteht aus insgesamt drei Teilimpfungen, von denen die ersten zwei innerhalb von 2-12 Wochen durchgeführt werden. Die dritte Teilimpfung erfolgt nach weiteren 9-12 Monaten. Damit Sie dauerhaft vor FSME geschützt sind, lassen Sie alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischimpfung durchführen.

Was tun nach einem Zeckenstich?
Entfernen Sie die Zecke mit einer Pinzette. Fassen Sie dabei die Zecke direkt an der Stichstelle. Durch eine leicht drehende Bewegung läßt die Zecke sich herauslösen, wobei der Hinterleib der Zecke nicht gedrückt oder gequetscht werden darf, weil dadurch leichter Krankheitserreger in die Wunde gelangen. Falls es zu Entzündungen an der Bissstelle kommen sollte, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ebenso sollten Sie beim Auftreten von Krankheitssymptomen Ihren Arzt aufsuchen.

Nützlicher und informativer Link zur Zeckenaktivität in unseren Regionen.